Du hast den Schritt gewagt und ziehst nach Österreich? Sei es als Expat, Unternehmer oder Pensionist? Neben der atemberaubenden Landschaft und dem wunderbarem Kaffee wartet hier auch eines der besten Gesundheitssysteme auf dich. Doch auf den ersten Blick kann es wie ein kleiner Dschungel wirken. In diesem Blog-Artikel erfährst du was du als Expat in der Krankenversicherung in Österreich, beachten musst.
verpflichtend für alle in Österreich lebenden Menschen mit guter Grunddeckung und einigen Lücken
das Upgrade zur Sozialversicherung. Verkürzt Wartezeiten beim Arzt und im Spital und bietet mehr Komfort
Damit du dich bei Arztbesuchen nicht im Bürokratie-Gestrüpp verirrst, erklären wir dir ganz entspannt, wie die Krankenversicherung in Österreich funktioniert, was der Unterschied zur privaten Versicherung ist und wie du das Beste aus dem System herausholen kannst.
Die soziale Krankenversicherung in Österreich
In Österreich gilt ein ganz wichtiger Grundsatz: Jeder Mensch muss krankenversichert sein. Wenn du in Österreich einer Arbeit als Angestellter oder Arbeiter nachgehst oder selbstständig bist, dann bist du auch automatisch krankenversichert. Mit einem Arbeitsvertrag oder der selbstständigen Tätigkeit, beginnt auch der Versicherungsschutz.
In Österreich ist das System solidarisch aufgebaut. Das bedeutet, wer mehr verdient, zahlt mehr ein. Vom Bruttogehalt eines Angestellten oder Arbeiters gehen mindestens 7,65% oder mehr, an die Sozialversicherung. Bei Unternehmen hängt der Beitrag von tatsächlichem Einkommen ab, welches am Ende des Jahres ermittelt wird. Es kann daher passieren, dass du bei hohem Einkommen auch eine Nachzahlung bekommst.
Je nach deiner Tätigkeit, bist du bei einem bestimmten Versicherungsträger versichert:
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ÖGK (Österreichische Gesundheitskassa): der größte Träger, wo Angestellte oder Arbeiter in der Privatwirtschaft versichert sind.
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SVS (Sozialversicherung der Selbstständigen): Wenn du als Freelancer, Selbstständiger oder Geschäftsführer, tätig bist
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BVAEB (Versicherungsanstalt für öffentlich Bedienstete): Wenn du für den Staat oder eine öffentliche Einrichtung arbeitest, dann bist du hier versichert.
Egal, wo du versichert bist, sobald du angemeldet bist, bekommst du per Post die e-card. Wenn du zum Arzt gehst, steckst du diese Karte ins Terminal am Empfang. Damit ist der Großteil deiner Behandlungskosten direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Du musst in der Regel nicht einmal Geld vorstrecken. Auch in Krankenhäusern wird diese Karte akzeptiert.
Ein weiterer Vorteil in der Krankenversicherung ist, du kannst Ehepartner oder Kinder, die nicht selbst arbeiten, kostenlos in deiner Versicherung mitversichern. Das ist für viele Expats mit Familie ein riesiger Vorteil!
Was deckt die Soziale Krankenversicherung ab?
Die gesetzliche Versicherung ist wirklich gut. Sie übernimmt Kosten für:
Arztbesuche (Kassenärzte und Ambulanzen in Spitälern)
Krankenhausbehandlungen (inkl. Operationen)
Medikamente auf Rezept (du zahlst nur eine geringe Rezeptgebühr von ca. 7 Euro pro Medikament)
Mutterschaft und Vorsorgeuntersuchungen
Jedoch hat das öffentliche System auch Nachteile. Es ist für alle da, was bedeutet, dass es oft gut ausgelastet ist. Du wartest manchmal länger im Wartezimmer oder auf einen Termin bei einem Facharzt. Im Krankenhaus kann es zu Wartezeiten auf OP-Termine kommen und bei einem stationärem Aufenthalt, gibt es nur Mehrbettzimmer. Es gibt keinen Anspruch auf die Auswahl eines Arztes oder bessere Behandlung. Behandlungen werden gemäß dem Gesetz kostengünstig und zur raschen Wiederherstellung der Gesundheit, angeboten.
Das VIP-Ticket: Die private Krankenversicherung
Jetzt fragst du dich vielleicht: Wenn die gesetzliche Versicherung doch schon so gut ist, warum gibt es dann überhaupt private Krankenversicherungen? Ganz einfach: Weil sie dir den Zugang zu Behandlungen bietet, die von der gesetzlichen Kasse nicht oder nur teilweise, übernommen werden. In Österreich kaufst du dir eine private Versicherung in der Regel nicht als Ersatz, sondern als Zusatzkrankenversicherung. Du bleibst bei der ÖGK, SVS oder BVAEB, kaufst dir aber privat ein paar "Extras" dazu.
- Das sind die größten Vorteile einer privaten Zusatzversicherung:
Der Wahlarzt: Die gesetzliche Krankenkasse deckt nur Ärzte ab, die einen Vertrag mit der Kassa haben. Ein Wahlarzt ist ein sehr erfahrener Privatarzt ohne Kassenvertrag. Er kann dir Termine oft viel schneller geben und nimmt sich mehr Zeit für deine Gesundheit. Wahlärzte haben manchmal auch bessere medizinische Geräte und verschreiben spezielle Medikamente. - Privatspital: mit der Zusatzversicherung kannst du ein privates Spital auswählen. Das bedeutet, das du nicht in den großen öffentlichen Spitälern behandelt wirst, sondern du wie in einem Hotel bist.
- Chefarzt-Behandlung: Wenn du im Krankenhaus operiert werden musst, wählst du mit der privaten Versicherung den Chefarzt aus, der dich persönlich operiert.
- Einzel- oder Zweibettzimmer: Du hast im Krankenhaus Anspruch auf ein Einzelzimmer. Das bedeutet keine nächtlichen Störungen durch Zimmernachbarn und absolute Privatsphäre.
- Zahnersatz und Alternativmedizin: Normale Zahnbehandlungen zahlt die Kasse, aber Kronen, Implantate oder teure Brücken werden nur minimal bezuschusst. Auch Akupunktur oder Osteopathie sind nur über die private Zusatzkrankenversicherung, möglich.
Expats mit Krankenversicherung in Österreich
Als Expat oder Unternehmer in Österreich musst du dir um deine grundlegende Absicherung keine Sorgen machen. Das System fängt dich auf, egal was passiert. Dein erster Schritt nach dem Zuzug ist also simpel: Melde deinen Arbeitgeber an, warte auf deine e-card und profitiere von einem tollen Gesundheitsnetzwerk.
Wenn du jedoch Wert auf kurze Wartezeiten, freie Arztwahl und maximale Privatsphäre im Krankenhaus legst, empfiehlt es sich, einen Teil deines neu verdienten Gehalts in eine private Zusatzkrankenversicherung zu investieren. Die monatlichen Kosten variieren je nach Alter und Tarif, beginnen aber oft schon bei überschaubaren 50 bis 100 Euro im Monat. Es gibt viele Expats, die sich daher für eine Zusatzkrankenversicherung in Österreich entscheiden.
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